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Klimaschulen gestalten die Zukunft

Adina Schütze · 23.09.2022

DER KLIMAWANDEL UND SEINE FOLGEN WERDEN DIE ZUKUNFT KÜNFTIGER GENERATIONEN PRÄGEN. KLAR, DASS SICH ALLE, SCHON JETZT, MIT DIESEM THEMA AUSEINANDERSETZEN MÜSSEN.

DOCH KLIMAWANDEL, KLIMAANPASSUNG UND KLIMASCHUTZ – WAS HEISST DAS EIGENTLICH?
Die Zusammenhänge und Auswirkungen von Klimaentwicklungen zu verstehen, ist nicht leicht. Aber ohne das geht es nicht. Nur wer fundiertes Wissen hat, kann nachhaltig etwas bewirken. Schulen und besonders die Lehrer:innen spielen hier eine wichtige Rolle, denn nur sie können dazu beitragen, das Thema Klima und den so notwendigen Klimaschutz als Bildungsgegenstand in die Schulen zu tragen. Um den drängenden Fragen rund um Klimawandel, Klimaanpassung und Klimaschutz auf den Grund zu gehen, haben das Sächsische Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft und das Sächsische Staatsministerium für Kultus gemeinsam die Initiative „Klimaschulen in Sachsen“ ins Leben gerufen.

WAS IST DAS ZIEL?
Vor allem geht es darum, bei Kindern und Jugendlichen Interesse an den Themen Klimawandel und Klimaschutz zu wecken. Aber auch eine Sensibilität zu entwickeln und – ganz praktisch – zum eigenen Handeln anzuregen. Weil es dafür mehr braucht als sporadische Projekttage oder vereinzelte Themenblöcke im Unterricht, werden Schulen dabei unterstützt, das Thema Klima langfristig an der Schule zu verankern und ein eigenes Profil als „Klimaschule“ zu entwickeln.



ABER WAS HEISST DAS NUN GENAU?
Klimaschule heißt: „Alle Bereiche des schulischen Wirkens sollen von der Klimathematik durchdrungen werden“. Konkret?! Es geht darum, durch Unterricht eine breite Wissensbasis zu schaffen, Werte und Kompetenzen zu vermitteln. Dafür müssen Lehrkräfte natürlich fachliche und methodische Fortbildungen erhalten. Auch die schulische Infrastruktur soll, zum Beispiel durch eine klimafreundliche Gestaltung des Schulgebäudes und des Außengeländes, einbezogen werden. Ein  schonender Verbrauch von Ressourcen wie Papier versteht sich da schon fast von selbst.
Aber auch außerhalb des Klassenzimmers soll sich klimabewusstes Verhalten zeigen. Zum Beispiel bei Schulfesten und Klassenfahrten. Zum Thema Klima soll es Wettbewerbe, Vorträge oder Podiumsdiskussionen geben. Auch Verbände, Vereine oder Unternehmen können hier unterstützen. Nicht zuletzt sollen Schüler:innen eigene Ideen haben, wie sie ihre schulische und außerschulische Lebenswelt klimabewusst gestalten.

WIE WIRD MAN NUN EINE KLIMASCHULE?
Damit das Engagement von allen mitgetragen wird, muss von der Schulkonferenz beschlossen werden, am Klimaschulprozess teilzunehmen. Im nächsten Schritt erarbeiten die Schulen eine Projektskizze. Beschluss und Projektskizze sind dann beim Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) einzureichen. Bei einem positiven Votum gründet die Schule ein Klimaschulteam und erarbeitet den Klimaschulplan. Der Klimaschulplan wird ebenfalls beim LfULG eingereicht. Wird dieser positiv bewertet, wird der Schule der Titel „Klimaschule“ verliehen. Diesen darf sie dann für fünf Jahre tragen. Natürlich bekommen die Schulen finanzielle Unterstützung – schon im Bewerbungsverfahren. Neben einem jährlichen Festbetrag können jedes Jahr auch Mittel für einzelne Projekte beantragt werden. Damit alles glatt läuft, gibt es eine Landeskoordination, die den Schulen beratend zur Seite steht. Weitere Ansprechpartner stehen im Landesamt für Schule und Bildung, im LfULG, in der Sächsischen Energieagentur – SAEN A GmbH oder in der Landesstiftung Natur und Umwelt zur Verfügung. Auf der jährlich stattfindenden Klimaschulkonferenz präsentieren die Klimaschulen ihre Erfolge, aber auch ihre Schwierigkeiten und haben die Möglichkeit, sich zu vernetzen, auszutauschen und neue Impulse für die Weiterentwicklung als Klimaschule mitzunehmen. Darüber hinaus finden jedes Jahr
Regionaltreffen statt, auf denen sich die Klimaschulen einer Region austauschen können. Außerdem gibt es seit kurzer Zeit für die Schulen die Möglichkeit, sich in einem Austauschblog zu vernetzen. Da Klimaschulen wichtige Multiplikatoren in ihrer Region sind, tragen sie regelmäßig über Projekte die Idee nach Draußen und stellen bei Veranstaltungen und Exkursionen ihre Projekte vor.

Auch ihr könnt die Initiative „Klimaschulen in Sachsen“ mitgestalten, voranbringen und lebendig machen! Bewerbt euch und werdet Klimaschule!

www.klimaschulen.sachsen.de
#klimaschuleinsachsen

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