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„Fledermaus komm ins Haus!“

Lanu · 22.09.2022

© Reimund Frank

© Reimund Frank

Als Batman bekannt: Braunes Langohr, Kleine Hufeisennase, Großes Mausohr oder Mopsfledermaus – so lustig klingen die Namen der heimischen Fledermäuse und auch bei uns gibt es sie. Fledermäuse sind Indikatoren für einen intakten Naturhaushalt. Das heißt: gibt es Fledermäuse, ist die Natur in Ordnung. Dann gibt es auch viele andere Arten.

Allerdings geht ihr Lebensraum zu-nehmend verloren! Und damit auch die Fledermäuse selbst! Deshalb sind in Deutschland alle Fledermausarten gesetzlich streng geschützt. Viele von ihnen sind auf menschliche Bebauungen als Lebensraum angewiesen. Daher muss man genau hinschauen, wenn man etwas baut oder abreißen will und achtgeben, dass man nicht den Lebens-raum von Fledermäusen zerstört. Das ist gut, denn so muss man nun genau hinschauen, wenn man etwas baut oder abreißen will, ob man eventuell den Lebensraum von Fledermäusen zerstört.

© Wosch

Gebt den Fledermäusen ein Zuhause!
Und man kann auch einiges tun, um den Fledermäusen eine Wohnung zu geben. Die Aktion „Fledermaus komm ins Haus“ zeigt, wie das geht: Man kann neue Fledermausquartiere an Kindergärten, Schulen, Sportstätten oder Wohnhäusern etc. anbringen. Und die LaNU hat sogar ein uraltes Haus nur für kleine Fledermäuse und deren Schutz erworben. In ihm werden Jungtiere geboren und aufgezogen. Die „Wochenstuben“ sind der Kindergarten der Fledermäuse.

© S. Pocha


Wissenswertes über Fledermäuse weltweit
Fledermäuse sind nahezu weltweit – mit Ausnahme der Antarktis – verbreitet. Sie besitzen ein dichtes, oft seidiges Fell, das meistens grau bis braun oder schwärzlich gefärbt ist. Die Köpfe mancher Fledermausarten erinnern z.B. an Mäuse, daher auch der Name. Fledermäuse können Ultraschalllaute senden und orientieren sich so. Die Ohren, die bei manchen Arten drastisch vergrößert sind, haben oftmals einen sogenannten Tragus, einen Ohrdeckel, der der Verbesserung der Echoortung dient. Laut jüngster Untersuchungen können einige Arten auch UV-Licht sehen, das von einigen Blüten verstärkt reflektiert wird, die sie dann zur Nektaraufnahme anfliegen. Zusätzlich verfügen Fledermäuse über einen Magnetsinn. Bei Langstreckenflügen orientieren sie sich an den Linien des Erdmagnetfeldes, ähnlich wie Zugvögel und viele andere Tierarten. Seit diesem Jahr arbeiten die LaNU und NABU Sachsen gemeinsam im Fledermausschutz und führen die seit 2001 in der LaNU bestehende Aktion „Fledermaus komm ins Haus“ fort. Ein Braunes Langohr ziert die neue Plakette, die man erhält, wenn man Fledermäusen ein Zuhause gibt oder Quartierpate wird!

Neugierig geworden?
Mehr unter www.lanu.de/fledermaus und www.fledermausschutz-sachsen.de
Über das Leben der Fledermäuse gibt es bei der LaNU auch eine Kinderbroschüre kostenlos zu bestellen und eine Medienkiste zum Thema für Kindergärten und Grundschulen zum Ausleihen.
Ganz neu ist eine Wanderausstellung zum Thema, die LaNU und NABU er-arbeitet haben und die man ebenfalls ausleihen kann.

Kategorien: Top Themen , Kaleidoskop