Stadtgespräch

Nachgefragt bei …

Adina Schütze (as) · 09.06.2019

Was ist der Anlass für Eltern, sich für eine private Schule und gegen eine städtische Einrichtung zu entscheiden?

Unser hervorragendes Bildungsprogramm, das International Baccalaureate (IB), steht für unsere Eltern bei der Schulwahl an erster Stelle. Der internationale Lehrplan vermittelt selbstständiges Arbeiten sowie kritisches Auseinandersetzen mit globalen und komplexen Themen über kulturelle und geografische Grenzen hinweg. Dabei orientiert sich das Programm an realen Situationen und vermittelt den Schülern Fähigkeiten für verantwortungsvolles Handeln eines Weltbürgers, der sich als Mitglied einer Gemeinschaft versteht. Für die Schulwahl spielen auch unsere kleinen Klassengrößen sowie die enge Zusammenarbeit von Schule und Familie eine Rolle. Denn diese ermöglichen eine sehr gute Betreuung. Das ist für uns wichtig, um die individuellen Fähigkeiten jedes Kindes zu fördern. Hier steht ein spezielles Team für Sprach- und
Lernförderung sowie Schulpsychologen für Beratung in sozialen Belangen zur Seite. Darüber hinaus wird das Erlernen von mehreren Sprachen in einem weltoffenen und toleranten Umfeld sehr geschätzt. Der tägliche Umgang mit Klassenkameraden aus über 50 Nationen fördert die Entwicklung von interkulturellem Verständnis und Respekt.

Welche Schwerpunkte setzen Sie beim Bildungsangebot, im Unterschied zu anderen Schulen?

Für alle Klassen von 1 bis 12 findet der Unterricht auf Englisch statt. Die Kinder lernen in allen Altersstufen auch Deutsch als Mutter- oder Fremdsprache. Die IB-Bildung ist auf die ganzheitliche Entwicklung, besonders auf das Vermitteln von Wissen und sozialen Kompetenzen, ausgerichtet. Das Programm verfolgt ein fächerübergreifendes Lernen und erlaubt den Schülern sich auf ihre Stärken zu konzentrieren und bereitet sie auf eine Hochschulausbildung vor. Der Schulabschluss, das IB-Diplom, ermöglicht weltweit den Universitätszugang und wird auch in Deutschland als Abitur anerkannt.

Welche unterrichtsbegleitenden Angebote, oder auch außerschulischen Angebote machen Sie an Ihre Schüler?

Unsere Klassen unternehmen themenbezogene Schulausflüge in Dresden und Region sowie in andere Bundesländer oder ins Ausland. Teil der Schulausbildung in den weiterführenden Klassen ist das Einbringen einer bestimmten Anzahl von Stunden, die die Schüler in den Bereichen Soziales, Kreativität oder Aktivität ausüben. Als Ganztagsschule bieten wir natürlich auch zahlreiche AGs an, wie bspw. Debattierclub,
Schwimmen, Schülerzeitung, Chor, Schulgarten, Volleyball, Schach u.v.m.

Müssen Schüler, die sich bei Ihnen bewerben, trotzdem an einer staatlichen Schule angemeldet werden?

Das sächsische Schulgesetz erfordert, dass Eltern, die ihr Kind an einer Schule in freier Trägerschaft angemeldet haben, dies auch der  Grundschule ihres Schulbezirkes mitteilen müssen.

Was gibt es bei der Anmeldung noch zu beachten?

Familien signalisieren uns am besten am Anfang eines Kalenderjahres ihr Interesse für das kommende Schuljahr. Bei der Gestaltung des Aufnahmeprozesses sind wir flexibel. Wenn alle Unterlagen vorliegen, legen die Schüler einen Einstufungstest ab und werden zu einem Interview eingeladen. Wenn alle Voraussetzungen erfüllt und freie Kapazitäten vorhanden sind, können wir einen Schulplatz anbieten.

Mit welchen Gebühren ist zu rechnen?

Diese variieren je nach Klassenstufe und liegen zwischen etwa 12.000 und 14.000 Euro im Schuljahr.

Gibt es Förderungen für Familien mit mittlerem, bzw. geringerem Einkommen?

Ja, wir bieten eine Ermäßigung des Schulgeldes an. Damit möchten wir auch Schülern aus finanzschwächeren Familien den Besuch bei uns ermöglichen. Eine Schulgeldreduzierung betrifft einen Teil der Schulgebühren, deren Höhe abhängig vom Familieneinkommen ist. Derzeit erhalten etwa 30 Prozent unserer Familien eine solche Gebührenreduktion.

Wie gestaltet sich der Übergang zur weiterführenden Schule?

Schüler können bei uns die Klassen 1 bis 12 durchgängig besuchen. Damit ist ein nahtloser Übergang von der Grundschule in die  weiterführenden Klassen gewährleistet. Bei uns findet der Wechsel in der 6. Klassenstufe statt. Ein Schulwechsel an eine staatliche Einrichtung
ist natürlich auch möglich. Die DIS stellt Bildungsempfehlungen aus.


Steven Calland-Scoble

Kategorien: Kaleidoskop , Stadtgespräch