Stadtgespräch

Kulturpalast kulinarisch

Kathrin Muysers · 14.05.2019

Ob Dornröschen oder König Drosselbart – es gibt Märchen, in denen wird mehr über die Vorgänge in den Schlossküchen fabuliert als alles Andere. Seit das Kind+Kegel-Team zum Brunch in der Palastecke war, ist uns allen klar, warum. Denn die dortige Küche hat ebenfalls das Zeug, der nebenan gebotenen Hochkultur die Schau zu stehlen.

Frühling war‘s geworden, als wir es endlich schafften, unsere ins Wasser gefallene Reaktions-Weihnachtsfeier nachzuholen. Ein erstes Sondieren des Frühstücksbüffets ergab: das sieht alles sehr verlockend aus! Hausgemachte Marmeladen, Eierspeisen in allen Variationen und Cerealien bilden die Grundlage zu einem klassischen Frühstück. Doch schon im Vorbeischlendern verführen einen diverse, appetitlich in kleinen Einmachgläsern angerichtete Köstlichkeiten, liebgewordenen Gewohnheiten über Bord zu werfen und einfach immer wieder zu probieren. Das Ergebnis: satt sein, ohne genug zu haben … Und dann stand plötzlich wie eine gute Fee aus besagten Märchen eine junge Frau an unserem Tisch und hielt warme Teller in der Hand, die Mal um Mal neue Leckereien bargen. Es waren zu viele für erschöpfendes Protokollieren, daher hier ein paar der Highlights: Rosa Entenscheiben auf roter Bete mit einem Tupfen hocharomatischen Fruchtgelees, Ravioli mit Pilzragout in einem buttrigen Schäumchen, kross auf der Haut gebratener Zander auf einem Erbsenrisotto, oder auch Quarkkeulchen mal anders … die Genüsse wollten kein Ende nehmen. Dazwischen hatten wir reichlich Zeit zu plaudern. Und da wir alle beruftstätige Mütter sind, war die so verbrachte Freizeit nicht nur kostbar, sondern auch köstlich.

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