Ratgeber

Siegel-Dschungel: Bio ist nicht gleich Bio

Adina Schütze (as) · 25.07.2019

Lebensmittel mit dem orange-grünen Demeter-Logo werden auf eine ganz besondere Weise erzeugt. Landwirtschaftliche Betriebe, die Mitglied im Demeter-Verband sind, arbeiten nach strengen Vorgaben, die auf den Begründer der Waldorf-Pädagogik Rudolf Steiner zurückgehen. Sie verpflichten sich, natürliche Ressourcen sorgsam einzusetzen und wirtschaften nach dem Kreislaufprinzip: Mensch, Pflanze, Tier und Boden sind für die nachhaltige Erzeugung von Lebensmitteln gleichermaßen wichtig.

In einem Betrieb werden nur so viele Tiere gehalten, wie mit dem bewirtschafteten Land ernährt werden können. Der anfallende Mist ist Grundlage für fruchtbaren Boden. Es werden nur Biologisch-dynamische Präparate aus pflanzlichen, mineralischen und tierischen Substanzen eingesetzt.

Ohne schädliche Zusatzstoffe, Aromen oder Gentechnik sondern nur mit den schonenden Verfahren der biodynamischen Verarbeitung
bleiben wertvolle Inhaltsstoffe und guter Geschmack in Lebensmitteln erhalten. Am Beispiel Milch lässt sich das gut verdeutlichen: Sie wird nicht homogenisiert, denn jede Verarbeitungsstufe würde die Struktur verändern und damit die Qualität negativ beeinflussen. So kommt es, dass Demeter-Milch aufrahmt, da sie naturbelassen ist.

Das Demeter-Siegel steht also für besonders kontrollierte Qualität, die über die des EU-Biozeichens, zu erkennen an dem weißen Blatt auf grünem Grund, weit hinausgeht.

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