Ratgeber

Projekt „Stromspar-Check“ wird fortgeführt

Landeshauptstadt Dresden · 12.01.2023

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay.

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Eine persönliche Energiesparberatung im eigenen Zuhause? Das ist im Rahmen des Projektes „Stromspar-Check“ kostenlos möglich. Angesichts der Energiekrise und des Klimawandels ist dieses Angebot wichtiger denn je. Die Bundesregierung hat deshalb angekündigt, die Förderung bis 2026 zu verlängern.Mit den Stromspar-Checks erhalten Menschen mit geringem Einkommen direkt in ihrer Wohnung konkrete Einspartipps und kostenlose Sparhelfer, wie energiesparende LED-Lampen, wassersparende Duschköpfe, schaltbare Steckdosenleisten und Abdichtmaterial zur Wärmeeinsparung. Damit können kleine, aber wirksame Maßnahmen sofort umgesetzt werden. Das spart Energie und schont die Haushaltskasse.

Wer kann am Stromspar-Check teilnehmen?Das Angebot des Stromspar-Checks richtet sich an Haushalte mit geringem Einkommen. Es ist insbesondere für Menschen gedacht, die Bürgergeld, Sozialhilfe, Grundsicherung, Wohngeld, eine geringe Rente oder einen Kinderzuschlag beziehen oder deren Einkommen unter dem Pfändungsfreibetrag liegt.Für Teilnehmende, die einen Nachweis über den Bezug einer dieser Sozialleistungen vorlegen, ist das Programm komplett kostenlos. In Dresden bietet die gemeinnützige SAPOS gGmbH den Stromspar-Check an. Interessierte können einfach telefonisch einen Termin vereinbaren. Die Kontaktdaten sind auf der Website www.dresden.de/energiesparen unter „Beratung und finanzielle Hilfen“ zu finden.Wie läuft der Stromspar-Check ab?Nachdem ein erster Termin vereinbart wurde, bekommen die Teilnehmenden Besuch von speziell geschulten Stromspar-Teams. Diese dokumentieren den Strom- und den Wasserverbrauch des Haushalts und analysieren das Nutzungsverhalten der Bewohnerinnen und Bewohner. Aus diesen Angaben wird anschließend eine individuelle Auswertung des Energieverbrauchs erstellt und die Einsparpotenziale werden berechnet. Die Auswertungen fließen in einer zentralen Projektdatenbank zusammen.Bei einem zweiten Besuch erhält der Haushalt dann praktische Tipps, wie Energie im Alltag eingespart werden kann, beispielsweise beim Heizen und Lüften, Kochen oder Waschen. Außerdem bringen die Teams sinnvolle Energie- und Wassersparartikel wie Duschköpfe, LEDs oder Steckdosenleisten mit, die mit wenigen Handgriffen den Energieverbrauch senken. Die Teilnehmenden haben zudem die Möglichkeit, Zuschüsse von 100 bis 200 Euro zu erhalten, um alte Kühlschränke oder Gefriertruhen mit hohem Stromverbrauch gegen moderne Geräte auszutauschen.Über das Projekt Stromspar-CheckDer Stromspar-Check wird vom Deutschen Caritasverband e. V. und dem Bundesverband der Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschlands e. V. getragen. Seit 2008 erhalten dadurch Menschen mit niedrigem Einkommen eine persönliche Energiesparberatung von speziell geschulten Stromspar-Beraterinnen und Beratern. Der Stromspar-Check ist damit ein wichtiger Beitrag zur sozialen Ausgestaltung der Energiewende und ergänzt die finanziellen Entlastungen und sozialen Hilfen für Haushalte mit geringem Einkommen wie etwa das Bürgergeld, den Heizkostenzuschuss, das Wohngeld und die Preisbremsen für Gas, Strom und Heizöl. Das Angebot gibt es aktuell in rund 150 Städten und Landkreisen bundesweit. Das neue Projekt startet im April 2023 und wird sich vor allem auf die Einsparung des Energieverbrauchs beim Heizen konzentrieren. Außerdem kommen auch neue Themen wie die Vermeidung von Abfall und Lebensmittelverschwendung hinzu. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz stellt aus den Mitteln der Nationalen Klimaschutzinitiative rund 39 Millionen Euro für das Projekt zur Verfügung.

Weitere Informationen zum Energiesparen auf www.dresden.de/energiesparen

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