Sonnenfinsternis und Perseiden über Sachsen
alle Bilder: Sachsen Fernsehen
Erst Sonnenfinsternis, dann Sternschnuppen
Am Mittwoch, 12. August, gibt es über Sachsen gleich zwei astronomische Ereignisse zu beobachten. Am Abend schiebt sich zunächst der Mond zwischen Erde und Sonne. Anders als in Teilen Grönlands, über dem Nordatlantik und in Spanien wird die Sonne bei uns nicht vollständig verdeckt. Laut Ulf Peschel, Leiter der Sternenwarte Radebeul, werden aber rund 88 Prozent der Sonnenscheibe verfinstert.
Übrig bleibt eine schmale Sonnensichel. Ganz dunkel wird es dadurch nicht, ein Unterschied bei der Helligkeit soll aber wahrnehmbar sein.
Wann ist die Sonnenfinsternis zu sehen?
Für Dresden und Radebeul nennt die Sternenwarte als Beginn etwa 19.17 Uhr. Dann berührt der Mond erstmals sichtbar die Sonnenscheibe. Das Maximum wird gegen 20.10 Uhr erwartet. Rund 20 Minuten später geht die Sonne bereits verfinstert unter.
Wer das Schauspiel mit Kindern beobachten möchte, braucht deshalb vor allem freie Sicht Richtung Nordwesten. Peschel empfiehlt, das Elbtal zu verlassen und einen Ort mit möglichst freiem Horizont zu suchen. Die Sternenwarte Radebeul selbst bietet diesmal keine öffentliche Beobachtung an, weil Elbhang und hohe Bäume dort die Sicht einschränken.

Sonnenfinsternis nur mit Schutzbrille beobachten
Beim Blick zur Sonne gilt besondere Vorsicht. Eine normale Sonnenbrille reicht nicht aus. Für die direkte Beobachtung ist eine geeignete Sonnenfinsternis-Brille notwendig.
Gerade mit Kindern sollte deshalb vorher geklärt werden, wie die Sonne sicher beobachtet werden kann. Ohne entsprechenden Schutz sollte niemand direkt in die Sonne schauen.
Perseiden folgen in derselben Nacht
Nach Sonnenuntergang lohnt es sich, noch länger draußen zu bleiben. In der Nacht vom 12. auf den 13. August erreichen auch die Perseiden ihr übliches Maximum. Dabei durchquert die Erde eine Staubspur eines Kometen. Kleine Teilchen verglühen in der Atmosphäre und werden als Sternschnuppen sichtbar.

Auch dafür empfiehlt sich ein möglichst dunkler Ort außerhalb der hell beleuchteten Stadt mit freiem Blick auf den Himmel. Unter guten Bedingungen könnten laut Peschel besonders viele Sternschnuppen zu sehen sein, möglicherweise bis zu 100 pro Stunde.
Damit wird der 12. August zu einem besonderen Himmelsabend für Familien. Ob Sonnenfinsternis und Sternschnuppen tatsächlich gut zu sehen sind, hängt allerdings noch von einem entscheidenden Faktor ab: möglichst wenigen Wolken.
Redaktion Kind+Kegel · 12.08.2026
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