Social Days Chemnitz: Schüler im Ehrenamt
alle Bilder: Sachsen Fernsehen
Social Days in Chemnitz: Ein Tag für das Ehrenamt
Raus aus dem Klassenzimmer und hinein in praktische Aufgaben: An Chemnitzer Schulen wurden erstmals die Social Days durchgeführt. Schülerinnen und Schüler tauschten dabei für einen Tag Schulbank, Bücher und Taschenrechner gegen ehrenamtliches Engagement. Unterstützt wurden gemeinnützige Vereine und soziale Einrichtungen in Chemnitz.
Ziel des Projekttages war es, Jugendlichen einen niedrigschwelligen Einblick in das Ehrenamt zu ermöglichen. Gleichzeitig erhielten Vereine und Einrichtungen tatkräftige Hilfe bei Aufgaben, die im Alltag oft liegen bleiben.
Praktische Erfahrungen statt Schulalltag
Beim Social Day ging es nicht nur darum, einen Tag außerhalb der Schule zu verbringen. Die Jugendlichen sollten erleben, wie vielfältig freiwilliges Engagement sein kann. Laut Jeannine Pohland vom Freiwilligenzentrum des Caritas-Verbandes stehen dabei unter anderem Teamgeist, soziale Kompetenzen und die Erfahrung im Mittelpunkt, wie einfach Unterstützung für eine gute Sache sein kann.
Die Aufgaben waren unterschiedlich: Einige Schülerinnen und Schüler unterstützten soziale Einrichtungen, etwa in Pflegeheimen. Dort wurde gemeinsam gekocht, gebacken, gespielt oder Zeit mit älteren Menschen verbracht. Andere halfen Vereinen bei gestalterischen Arbeiten, zum Beispiel beim Erstellen von Visitenkarten, Dokumenten oder Flyern.

Hilfe auf dem Naturhof und an der Rinderweide
Auch im Naturbereich wurde angepackt. Am Naturhof in Chemnitz pflegten Jugendliche Wiesen und entfernten mit Astscheren und Sägen heranwachsende Bäume. So sollte der Lebensraum für Tag- und Nachtfalter erhalten bleiben.
Unterstützung gab es außerdem auf einer Rinderweide. Dort wurden Flächen freigeschnitten, auf denen zuvor dichtes Gestrüpp wuchs. Das Ergebnis: mehr Platz und mehr Sicherheit für die Tiere.
Einblicke, Kontakte und neue Perspektiven
Für die beteiligten Jugendlichen bot der Tag Abwechslung vom Schulalltag und die Möglichkeit, neue Eindrücke zu sammeln. Paula und Cedric berichteten, dass sie das Ehrenamt kennenlernen, aus der Schule herauskommen und gemeinsam mit der Gruppe etwas Sinnvolles tun wollten.
Der Projekttag zeigte auch, warum solche Unterstützung für Vereine wichtig sein kann. Viele Aufgaben im Vereinsalltag werden ehrenamtlich erledigt, während die Engagierten zusätzlich ihrem Beruf nachgehen. Ein Tag mit vielen helfenden Händen kann deshalb spürbar entlasten.
Projekt soll erneut stattfinden
Ob aus einem Schnuppertag direkt ein langfristiges Ehrenamt entsteht, bleibt offen. Jeannine Pohland ordnete den Tag jedoch als guten ersten Schritt ein: Wichtig sei bereits, Erfahrungen zu sammeln und Kontakte zu knüpfen.
Nach den ersten Social Days in Chemnitz soll das Projekt im kommenden Jahr erneut an Chemnitzer Schulen stattfinden. Für euch als Familien ist daran besonders interessant: Jugendliche bekommen hier die Gelegenheit, Verantwortung zu übernehmen, neue Lebensbereiche kennenzulernen und zu erleben, dass Engagement auch im Kleinen beginnen kann.
Redaktion Kind+Kegel · 01.07.2026
Das könnte dich auch interessieren:
Ausflugstipps der Woche von Kind+Kegel
Wohin soll es gehen? Wir haben für euch die schönsten Ziele zusammengetragen.
Chemnitzer Parksommer feiert Jubiläum
Der Chemnitzer Parksommer wird zehn Jahre alt – mit Familienfest, Kinderprogramm, Musik, Yoga und Poetry Slam.
WM-Aus: Nachwuchsreporter fragen nach
Leonard und Paul produzieren in Leipzig einen TV-Beitrag zum WM-Aus und fragen: Was braucht Deutschlands Fußball für 2030?
Mitmachen
& Gewinnen
Bilderbuchtipp mit Verlosung: „Mamas kaputter Akku“
Ein starkes Buch, das Trost und Halt gibt, wenn Elternteile chronisch erkranken.