Schulstart in Sachsen: Das ändert sich

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Mehr als 500.000 Schüler starten kommende Woche in Sachsen ins neue Schuljahr, darunter rund 37.000 Erstklässler. Vor dem Schulbeginn wird über Lehrermangel, Unterrichtsausfall und Abordnungen diskutiert. Gleichzeitig gelten neue Regeln für Handys an Schulen.

Mehr als 500.000 Schüler starten ins neue Schuljahr

Für mehr als 500.000 Schüler in Sachsen beginnt kommende Woche das neue Schuljahr. Darunter sind rund 37.000 Erstklässler, für die mit der Einschulung ein ganz neuer Alltag beginnt. Kurz vor dem Schulstart wird allerdings weiter darüber diskutiert, wie gut die Schulen personell aufgestellt sind und wie viel Unterricht tatsächlich stattfinden kann.

Kultusminister Conrad Clemens geht davon aus, dass der Unterrichtsausfall weiter zurückgeht. Michael Jung vom Sächsischen Lehrerverband bewertet die Situation kritischer. Aus Sicht des Verbandes geben offizielle Zahlen nicht alle Belastungen an den Schulen vollständig wieder.

905 Lehrkräfte neu eingestellt

Nach Angaben des Kultusministeriums wurden 905 Lehrkräfte neu eingestellt. Darunter befinden sich 731 ausgebildete Lehrer und 157 Seiteneinsteiger. Zusätzlich sollen Referendare künftig 14 statt bisher zwölf Wochenstunden übernehmen.

Der Lehrerverband kritisiert vor allem Abordnungen zwischen verschiedenen Schularten. Wenn Lehrkräfte beispielsweise aus Grundschulen an Oberschulen wechseln, könne das die Situation an den abgebenden Schulen verschärfen. Besonders für jüngere Schüler könnten fehlende Klassenleiter und Unterrichtsausfall spürbar werden.

 

 

Zusätzliche Unterstützung ist geplant

Für weitere Entlastung sollen künftig zusätzliche Beschäftigte sorgen. Geplant sind 800 Schulassistenzen und 700 pädagogische Fachkräfte. Beschlossen sind diese Stellen nach den vorliegenden Angaben allerdings noch nicht.

Für Familien bleibt damit zum Schulstart die Frage, wie sich die personelle Situation an der jeweiligen Schule konkret entwickelt. Die Lage kann sich je nach Schulart und Standort unterscheiden.

Handyregeln werden verschärft

Auch beim Umgang mit Smartphones gibt es eine Änderung. Das Handyverbot an sächsischen Schulen wird ausgeweitet und soll künftig bis einschließlich der achten Klasse gelten.

Kultusminister Clemens begründet die strengere Regelung unter anderem mit möglichen Konzentrationsproblemen durch Handynutzung und soziale Medien. In Pausen sollen persönliche Gespräche und der direkte Austausch stärker im Vordergrund stehen.

Lehrpläne sollen bis 2030 überarbeitet werden

Parallel startet die Überarbeitung aller Lehrpläne in Sachsen. Dieser Prozess soll bis zum Jahr 2030 laufen.

Für Schüler und Familien werden damit in den kommenden Jahren weitere Veränderungen im Schulalltag folgen. Zum aktuellen Schulstart dürfte jedoch vor allem entscheidend sein, ob die neuen Maßnahmen tatsächlich zu mehr Unterricht und einer spürbaren Entlastung an den Schulen führen.

Redaktion Kind+Kegel · 12.08.2026


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