Dresdner Kita im Finale des Kita-Preises
alle Bilder: Sachsen Fernsehen
Besuch der Fachjury in der Neustadt
Die Kita in der OUISE in der Dresdner Neustadt gehört zu den acht Finalisten des Deutschen Kita-Preises. Im nächsten Schritt wurde die Einrichtung zwei Tage lang von Fachexpertinnen besucht.
Dabei standen Gespräche mit Kindern, Eltern, dem Team und der Trägerleitung ebenso auf dem Programm wie Hospitationen im Kita-Alltag. Bewertet wurde damit nicht nur das pädagogische Konzept, sondern auch, wie die Abläufe im täglichen Betrieb tatsächlich funktionieren.
Vier Bereiche stehen im Mittelpunkt
Nach Angaben der Fachexpertinnen wird die Qualität anhand von vier Dimensionen beurteilt. Dazu gehören die Orientierung an den Bedürfnissen der Kinder, ihre Möglichkeiten zur Mitbestimmung, die Einbindung der Kita in den Sozialraum und die kontinuierliche Weiterentwicklung der Einrichtung.
Auch alltägliche Situationen fließen in die Bewertung ein. Die Expertinnen beobachten beispielsweise, wie Kinder morgens ankommen, wie Bildungsangebote gestaltet sind und wie das Team mit Herausforderungen umgeht.
Die Ergebnisse der Gespräche und Beobachtungen werden anschließend in einem Bericht zusammengefasst. Auf dieser Grundlage entscheidet eine Jury, welche Einrichtungen ausgezeichnet werden und die ersten drei Plätze erreichen.

Betreuung nach dem Early-Excellence-Prinzip
Die Kita in der LOUISE arbeitet nach dem Early-Excellence-Ansatz. Leiterin Carola Claerhout-Herr beschreibt die Grundhaltung so, dass allen Kindern und Erwachsenen wertschätzend, neutral und auf Augenhöhe begegnet wird.
Im Alltag bedeutet das nach Darstellung des Teams eine bedürfnisorientierte Betreuung. Kinder sollen beispielsweise je nach individuellem Bedarf zu unterschiedlichen Zeiten schlafen oder essen können.
Statt eines festen Gruppenablaufs gibt es mehrere Themenräume. Dort können die Kinder selbst wählen, womit sie sich beschäftigen möchten. Damit soll das Lernen stärker an ihren jeweiligen Interessen und Bedürfnissen ausgerichtet werden.
Mitbestimmung und individuelle Bedürfnisse
Für euch als Familien ist besonders interessant, wie stark der Tagesablauf an den individuellen Bedürfnissen der Kinder ausgerichtet wird. Die Einrichtung verzichtet nach eigener Darstellung darauf, dass alle Kinder zur gleichen Zeit dasselbe tun.
Gleichzeitig sollen die Kinder innerhalb des Kita-Alltags mitentscheiden können. Diese Beteiligung ist ein wichtiger Bestandteil der Bewertung durch die Fachjury des Deutschen Kita-Preises.
Begegnungen über Altersgrenzen hinweg
Positiv fiel den Expertinnen nach ihrem Besuch auch auf, dass in dem Haus ein Kinder- und Jugendtreff angesiedelt ist. Dadurch begegnen sich Kinder verschiedener Altersgruppen.
Ehemalige Kita-Kinder können auch nach dem Schuleintritt einen vertrauten Anlaufpunkt behalten. Im Garten treffen sie außerdem frühere Freunde aus ihrer Kita-Zeit wieder.
Entscheidung fällt im November
Bis zur Preisverleihung am 26. November bleibt offen, ob die Kita in der LOUISE einen der vorderen Plätze erreicht. Zuvor wertet die Jury die Berichte zu allen Finalisten aus.
Auf die siegreiche Einrichtung warten nach den vorliegenden Angaben der Titel „Beste Kita des Jahres“ und ein Preisgeld in Höhe von 25.000 Euro.
Redaktion Kind+Kegel · 21.07.2026
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