Kaleidoskop

Jumpin' Kursstudio: Rehasport als Selbsthilfe

Redaktion (wr) · 26.09.2019

Jumpin Inhaberin Annett Bär

Jumpin Inhaberin Annett Bär

Kinder brauchen Bewegung!

„In vielen deutschen Familien kommt Bewegung zu kurz. Für jede dritte Familie spielt körperliche Aktivität in der Freizeit überhaupt keine Rolle mehr.“ Das Ergebnis der AOK-Familienstudie von 2018 ist eindeutig. Wohin das Familien führt, ebenso:

Immer mehr Kinder sind übergewichtig, haben Haltungsschäden und zeigen durch den magelnden körperlichen Ausgleich eine geringere geistige Leistungsfähigkeit.

Die Spätfolgen im Erwachsenenalter sind absehbar: Früher Beginn von Herz-Kreislauferkrankungen und Rückenleiden, um nur Einige zu nennen. „Selbst bei meinem Sohn, der zusätzlich zum Schulsport zwei mal pro Woche Handball spielt, bin ich mit der Körperhaltung unzufrieden. Er hat häufig Rückenschmerzen und müsste sich gerade deshalb noch mehr bewegen.“ Annett Bär ist Inhaberin des Jumpin‘ Kursstudio in Dresden. Als Mutter und Fitnesstrainerin ist sie sensibilisiert für das Thema ‚Kinder und Bewegung‘. „In meiner Kindheit war ich immer draußen. Heute sitzt die Jugend zunehmend bewegungslos vor dem Fernsehen oder dem Computer. Das Smartphone liegt daneben, um mit den Freunden zu plaudern. Es ist extrem schwer, sie zu motivieren, raus und ihrem natürlichen Bewegungsdrang nachzugehen.“

Beispiel geben statt Ratschläge

Eltern rät sie trotzdem, mit gutem Beispiel voran zu gehen. „Eltern sollten ihren Kinder Freude an Sport und Bewegung vorleben.“ Die zahlreichen Sportvereine in Dresden bieten viele Möglichkeiten, sich fit zu halten. „Viele möchten aber gerade keinen Vereinssport machen und auf Wettkämpfe hinarbeiten.“ Hier sind normale Sportkurse in Bewegungs- und Fitnessstudios eine Lösung. Im Jumpin zum Beispiel bieten Annett Bär und ihr Team Kurse ab 5 Jahren an. Die Kosten sind mit maximal 30 Euro im Monat überschaubar.

Rehasport wird finanziert

„Im Rahmen von Rehasport übernimmt die Krankenkasse die Kursgebühr und das sogar für bis zu 50 Übungseinheiten.“ Rehasport muss allerdings vom Arzt oder der Ärztin verordnet werden. „Die Schwelle ist allerdings niedrig.“ Annett Bär rät Eltern, Kinderärzte direkt auf solche Maßnahmen anzusprechen. „Rehasport wirkt mit den Mitteln des Sports und der Sportspiele und hat die nachhaltige Verbesserung von Ausdauer, Kraft, Koordination und Flexibilität zum Ziel. Er motiviert zu einem regelmäßigen Bewegungstraining und stellt damit eine Hilfe zur Selbsthilfe dar,“ weiß Annett Bär. Bisher gibt es leider wenige Anbieter.

Einer davon ist das Jumpin. Seit März 2019 gibt es hier Rehasport für Kinder ab 8 Jahren, unter Ableitung einer Sportwissenschaftlerin. Anmeldungen sind jederzeit möglich. Bei Fragen zum Thema ‚Kinder und Bewegung‘, bzw. Rehasport stehen Annett Bär und ihr Team gern zur Verfügung. (as)

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