Unterwegs mit Kind

Weinbergwanderung bei Sonnenschein

Adina Schütze (as) · 04.09.2017

pixabay.com/danielbahrmann

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Die sächsische Weinberglandschaft ist ein Gedicht. An sonnigen Wochenenden verzaubert sie die Besucher mit ihrem einzigartigen Flair und bringt ein Stück Südfrankreich-Feeling mitten ins Elbtal. Mit ihren angenehmen Wegen bietet sie gerade für Familien die Gelegenheit, gemeinsam dem Alltag zu entfliehen und an der frischen Luft neue Energie zu sammeln. Eine besonders reizvolle Weinwanderroute führt in Radebeul über die Spitzhaustreppe und den Bismarckturm. Mit sieben Kilometern Länge ist sie auch für Kinder in rund zwei Stunden leicht zu bewältigen.

Ausprobieren?

So ist die Tour aufgebaut: Mit der Linie S1 der S-Bahn Dresden geht’s bis zum Bahnhof Radebeul-Weintraube. Hier startet die Tour. Die Wanderer überqueren von dort aus die Gleise der Lößnitzgrundbahn und folgen der mit gelbem Punkt markierten Route entlang der Gleise zur Weinbergstraße. Hier zeigt ein "Weinrebe"- Symbol den Weg hin zum Weingut Hoflößnitz mit Weinbaumuseum und Freiflächenausstellung bis zur denkmalgeschützten Spitzhaustreppe. Wie viele Stufen sind es nach oben? Zählt doch mal! Oben angekommen bietet sich mit dem Muschelpavillon und dem Bismarckturm, der 1907 zu Ehren Otto von Bismarcks eingeweiht wurde, ein fantastischer Blick über die idyllische Weinberglandschaft. Im Spitzhaus kann man sich mit deftigem Sauerbraten oder geschmorter Kaninchenkeule angemessen für den steilen Aufstieg belohnen. Danach geht es die Spitzhaustreppe wieder hinab zum Weinkeller "Goldener Wagen". Dort folgt man dem mit rotem Punkt markierten Wanderweg und überquert wieder die Gleise der Schmalspurbahn. Die Route führt entlang eines Weinbergs und wenig später erreicht man den Radebeuler Wasserturm. Das davor gelegene Friedrich-August-Plateau lädt mit Bänken zum Sonnetanken ein. Von dort aus geht es zur Sternwarte, hier kann man an Wochenenden regelmäßig die Sterne beobachten. Abschließend geht es in den Radebeuler Stadtteil Altkötzschenbroda, wo man im Jahre 1654 den Waffenstillstand zwischen Sachsen und Schweden unterzeichnete – für Sachsen bedeutete dies das Ende des Dreißigjährigen Krieges. Eine Gedenktafel auf dem Dorfanger erinnert an dieses historische Ereignis. Dort kann man den Ausflug in einem der zahlreichen urigen Cafés oder Restaurants ausklingen lassen. Zurück nach Dresden geht’s mit der S1 ab Radebeul-Kötzschenbroda.

Tags: Ausflug

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