Neuer Spielplatz am Fraunsteiner Platz
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Neuer Spielplatz am Fraunsteiner Platz
Am Fraunsteiner Platz in Dresden ist aus einem Schotterweg eine neue Spiellandschaft geworden. Zwischen zwei Kleingartenanlagen wurde der Spielplatz eröffnet. Das Angebot soll nicht nur den angrenzenden Kleingartenanlagen zugutekommen, sondern dem gesamten Stadtviertel offenstehen.
Zur Eröffnung war auch Sascha Döll, Leiter des Amts für Stadtgrün und Abfallwirtschaft, vor Ort. Gemeinsam mit einer Gruppe kleiner Entdecker wurde der neue Spielbereich eingeweiht.
Mehr Raum zum Spielen im Stadtviertel
Der neue Spielplatz soll Kindern eine zusätzliche Fläche bieten, auf der sie spielen, sich bewegen und ihre Umgebung erleben können. Sascha Döll betonte bei der Eröffnung, wie wichtig solche Angebote für Kinder seien. Sie könnten dort ihre Motorik entwickeln, ihre Sinne schärfen und zugleich mehr Bezug zu Grünflächen bekommen.
Der Spielplatz ist damit nicht nur als Ort zum Toben gedacht, sondern auch als Teil einer grüneren Umgebung im Viertel. Auch Familien, die nicht zu den angrenzenden Kleingartenanlagen gehören, können die neue Fläche nutzen.

Bedenken von Kleingärtnern
Neben der Freude über mehr Grün und Leben auf der Fläche gibt es auch Kritik. Nina Heller, Pächterin einer der Kleingartenanlagen, äußerte Bedenken zur neuen Situation vor Ort. Aus ihrer Sicht wurde der Zugang zu den Kleingärten stark verändert, weil der Spielplatz die Fläche von der öffentlichen Straße aus weitgehend einnimmt.
Der hintere Teil des Weges bleibt demnach als direkter Zugang zu den Anlagen frei. Gleichzeitig liegt der Spielplatz auf beiden Seiten direkt am Weg. Genau darin sieht Heller ein mögliches Sicherheitsrisiko.
Sorge um Konflikte auf dem Weg
Nach Einschätzung der Pächterin könnte der Weg durch die Lage des Spielplatzes für Kinder selbst zum Teil der Spielfläche werden. Sie befürchtet, dass Kinder unvorhersehbar auf den Weg laufen und es dadurch zu gefährlichen Situationen mit Fahrrädern oder anderen Nutzern kommen könnte.
Heller betonte, dass sie hoffe, dass nichts passiert. Gleichzeitig sieht sie für die Kleingärtner ein Risiko, das aus ihrer Sicht über normale gegenseitige Rücksichtnahme hinausgeht.
Planung mit Beteiligung
Nach Angaben von Sascha Döll wurde die Gestaltung des Spielplatzes im Vorfeld diskutiert. Es habe mehrere Beteiligungsformate gegeben, bei denen auch Kinder ausdrücklich einbezogen worden seien. Der Spielplatz sei demnach nicht allein durch das Amt festgelegt worden, sondern aus einem Beteiligungsprozess heraus entstanden.
Dabei ging es auch darum, Wünsche aus der Bürgerschaft aufzunehmen und den Ort gemeinsam weiterzuentwickeln.
Grünflächen in einer wachsenden Stadt
Döll verwies außerdem auf die Bedeutung von Grünflächen in Dresden. Die Stadt wachse, während Grünflächen stärker unter Druck gerieten. Deshalb müsse geprüft werden, welche Flächen zu Grün entwickelt und mehrfach genutzt werden könnten.
Gerade solche Veränderungen führen jedoch nicht immer nur zu Zustimmung. Wenn bekannte Strukturen aufgelöst werden, entstehen auch Konflikte und unterschiedliche Interessen.
Neue Spielfläche ist eröffnet
Der Spielplatz am Fraunsteiner Platz ist nun eröffnet. Ob sich die geäußerten Bedenken im Alltag bestätigen, wird sich zeigen. Aktuell steht Familien im Viertel eine neue grüne Fläche zur Verfügung, auf der Kinder spielen und toben können.
Redaktion Kind+Kegel · 10.06.2026
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