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Mit Walkman und goldener Kassette den Kinderrechten auf der Spur

Landeshauptstadt Dresden · 20.11.2020

Heute, am 20. November 2020, überreichten Dresdner Mädchen und Jungen vom „Jungen Radio“ (coloRadio) dem Stadtbezirksamtsleiter Christian Wintrich die „Goldene Kassette der Kinderrechte auch in Corona-Zeiten“. Anlass ist der UN-Weltkindertag, an dem sich die Unterzeichnung der UN Kinderrechtskonvention zum 31. Mal jährt.

Seit Beginn des Schuljahres befassten sich knapp 50 Kinder und Jugendliche im Alter von sieben bis 15 Jahren mit dem Thema Kinderrechte, insbesondere in Zeiten der Corona-Pandemie. Für das Projekt führten sie Interviews und Umfragen durch. Die Aufnahmen machten sie dabei bewusst nicht mit moderner Technik, sondern analog mithilfe von Kassettenrekordern. „Am Ende entstand mit der ‚Goldenen Kassette der Kinderrechte‘ ein Produkt, das viele Sinne anspricht: die Ohren, die Augen und die Hände“, freut sich die Kinder- und Jugendbeauftragte der Landeshauptstadt Dresden Anke Lietzmann, die gemeinsam mit dem „Jungen Radio“ der Radio-Initiative Dresden e. V. für das Projekt verantwortlich zeichnet.

Kopien dieser Kassette sollen künftig in vielen Bürgerbüros der Stadt zu hören sein. Dazu werden die Bürgerbüros schrittweise mit Walkman oder Ghettobluster und der Goldenen Kassette bestückt. Sobald die Hygieneregeln die Nutzung zulassen, können sich Dresdnerinnen und Dresdner dann auf diese Weise die Wartezeit verkürzen und ganz nebenbei Wissenswertes erfahren. So zum Beispiel, dass die Meinung von Kindern in allen Angelegenheiten, die sie betreffen, entweder direkt oder durch eine Vertreterin oder einen Vertreter gehört und berücksichtigt werden muss oder jedes Kind ein Recht auf Leben und Entwicklung hat, das vom Staat bestmöglich zu schützen ist. Die Kinder- und Jugendbeauftragte plant auch, in den Einrichtungen der Jugendhilfe die Goldene Kassette an den Start zu bringen. Den Anfang macht das Kinder- und Jugendhaus Emmers in Pieschen. Zum heutigen Weltkindertag wird auch hier feierlich ein goldenes Gerät mit Kassette eingeweiht.

Im Juli dieses Jahres hatte Anke Lietzmann die Dresdnerinnen und Dresdner um Technikunterstützung für das Mitmach-Projekt gebeten. „Ich bin begeistert, wie viele Menschen uns Technik aus ‚alten Zeiten‘ wie Walkmen, Aufnahmegeräte und Ghettoblaster zur Verfügung gestellt haben. Die Kinder konnten nicht nur ihren Rechten auf die Spur kommen, sondern auch quasi historische Aufnahmeverfahren ausprobieren“, so die Kinder- und Jugendbeauftragte.

Die „Goldene Kassette der Kinderrechte“ reiht sich ein in eine Vielzahl von interessanten Ideen und Projekten von Kindern und Jugendlichen, die anlässlich des Weltkindertages starten. Eine Auflistung der Projekte und Hörproben aus der Goldenen Kassette finden Interessierte im Internet unter: jung-in-dresden.de

Das Projekt „Goldende Kassette der Kinderrechte auch in Corona-Zeiten“ wurde finanziert durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“.

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