Kalli und Karla hinter den Kulissen

Zu Gast bei den Umweltexperten: DAS Environmental Experts

Tim Simon (ts) · 05.06.2018

Illustration: Robert Reinhold

Illustration: Robert Reinhold

Luft und Wasser brauchen wir alle zum Leben. Aber wenn die Luft dreckig ist? Bäh, Abgase sind eklig, sie stinken und sind ungesund. Mit dem Abwasser ist es genauso. Fabriken produzieren ganz viel von dem Zeug und das ist Mist für unsere Umwelt. Leider gibt es auf der Welt ganz viele, die ihre stinkenden Abgase einfach so in die Luft blasen. Oder das Abwasser in den Boden oder in Flüsse schütten.

Eine Firma aus Dresden aber sagt: „Das muss nicht sein! Das Wasser und die Luft können wir sauber machen. Mit unseren Reinigungsanlagen.“ Wie das mit dem Abwasser geht? Das haben wir uns zeigen lassen.

Die Firma

Lizzy von DAS

Lizzy von DAS

DAS Environmental Expert ist ein echtes Familienunternehmen. Das merkt man schon, wenn man reinkommt. Da sitzen Sohn René und Papa Horst zusammen in einem Zimmer oder „Büro“, wie die Erwachsenen sagen. Zum Spielen gibt es für uns nicht so viel – aber allerhand zum Staunen. Überall stehen Computer, Bildschirme und ein riesiger Fernseher.
Begonnen hat alles 1991 – da waren wir zwei, Kalli und Karla, noch laaange nicht geboren. Papa Horst hat da mit der DAS (die drei Buchstaben stehen als Abkürzung für: Dünnschicht-Anlagen-Systeme GmbH) losgelegt. Ganz in der Nähe vom Flughafen Dresden Klotzsche war das. Jetzt ist die Firma schon 27 Jahre alt, steht mittlerweile in Goppeln und der Name hat sich auch geändert: „DAS Environmental Experts“. Die „Umweltexperten“ sozusagen.

Weltweit

„Hallo Welt, hier ist Goppeln“. Klingt komisch, ist aber so. Die DAS-Zentrale liegt am Stadtrand von Dresden. Dort werden die Reinigungsanlagen für Abwasser und Abluft gebaut. Mit dem Schiff oder dem Flieger werden die dann fast in die ganze Welt gebracht. DAS Environmental Experts gibt es aber nicht nur in Dresden. Auf drei weiteren Kontinenten gibt es Standorte: in Asien (China), Nordamerika (USA) und in Südamerika (Peru und Argentinien). Auch in Argentinien ist alles in Familienhand: Papa Horsts Tochter Anke leitet den Standort in Südamerika. Weil die aber nicht alle unsere Sprache sprechen, gibt es Englischunterricht für die deutschen Angestellten. Und Deutschunterricht für die, die von woanders herkommen. Insgesamt arbeiten für DAS weltweit 500 Menschen. Das sind ganz schön viele.

Spaß an der Arbeit

Wir haben ja noch ein bisschen Zeit, uns für eine Ausbildung und Arbeit zu entscheiden. Aber wenn es mal soweit ist, möchten wir auch so einen coolen Beruf, der Spaß macht. Bei DAS läuft in den Produktionshallen sogar Musik. Darauf steht besonders Karla, die gerne mal die Hüften schwingt. Außerdem gibt es ein Mal im Jahr einen Firmenwandertag. Und am Firmengeburtstag sind alle Mitarbeiter mit ihren Partnern und Kindern sowie die Pensionäre, also frühere Mitarbeiter, eingeladen. An einem Fitnessstudio wird gerade gebaut. In diesem können die Angestellten dann kostenlos Sport machen. Nun aber der Hammer: Bei DAS gibt es einen Swimmingpool! Ist das nicht super? Wir haben ihn gleich einmal ausprobiert.

Der Pool

Ohne Quatsch! Ist die Arbeit vorbei, können die Mitarbeiter in den Pool springen. Auch die Familien dürfen rein. Gäbe es sowas in der Schule, würde jedes Kind gern hingehen! Und das Fetzige: Der Pool ist voll Bio und wird vor Ort umweltschonend gereinigt. Zudem wird nach der Arbeit ab und zu der Grill angeworfen.

 

Der Bioreaktor

Wir haben uns gefragt: Wie geht denn das mit dem Abwasser reinigen? Die Antwort: mit dem Bioreaktor. So einer steht auch am Swimmingpool. Im Prinzip ist das Ding ein großer Kegel oder eine große Röhre. Da drin wohnen die kleinsten Mitarbeiter von DAS. Mikroorganismen oder Bakterien heißen die kleinen Helferchen. Wir nennen sie einfach  „Spezialisten“.

Damit die Spezialisten arbeiten können, brauchen sie ein sogenanntes Trägermaterial. Zum Beispiel kleine Styroporkugeln. Da sitzen die Spezialisten drauf. Jetzt wird oben das dreckige Wasser in den Kegelreaktor gekippt. Das fließt an den Kügelchen vorbei und über sie drüber. Die Spezialisten auf den Kügelchen freuen sich über das dreckige Wasser, weil sie den Dreck zum Fressen gern haben. Sie mampfen ihn einfach auf. Heißt also? Oben wird Dreckwasser reingekippt und unten kommt sauberes Wasser raus. Das kann man zwar nicht trinken, aber zum Beispiel zum Blumengießen benutzen. Oder zum Schwimmen im Pool.

Wie cool ist DAS denn?!

Wir haben nur diese eine Erde und müssen sie gut behandeln. DAS Environmental Experts tragen ihren Teil dazu bei. Die Idee dabei ist so einfach wie genial. Aber auch ihr Kinder könnt dabei helfen, unseren Planeten gesund zu erhalten. Werft keinen Müll weg. Noch besser: trennt ihn richtig. Fahrt öfter mal mit dem Rad zur Schule und lasst euch nicht mit dem Auto fahren. Pflanzt Blumen an, macht das Licht aus, wenn ihr einen Raum verlasst und lasst das Wasser nicht laufen, wenn ihr Zähne putzt.

Dort haben wir uns auch schon umgeschaut:

Kalli und Karla in der Porzellan-Manufaktur Meißen

Tags: DAS ENVIRONMENTAL EXPERT GmbH , Gesunde Umwelt , Kinder und Umwelt

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